Skip to main content

Aloe Vera wie pflegen?

„Lilie der Wüste“ oder „The silent healer“, diese exotischen Namen bezeichnen dieselbe Pflanze, die diese klangvollen Namen zu Recht verdient. Aloe Vera barbadensis Miller oder auch echte Aloe vera, so lauten die lateinischen Namen der Aloe Vera, die sich auch nach Jahrzehnten über ansteigende Beliebtheit freuen darf. Die Aloe Vera Pflanze ist eine sehr beliebte Heil- und Zierpflanze. Sie erfreut sich sowohl über einen Platz im Haus als auch im Garten. Sie benötigt viel Sonne aber nur wenig Wasser. Die Aloe Vera zählt zur Gattung der Liliengewächse. In der Natur kommt die Wüstenpflanze in heißen und trockenen Gegenden vor, also beispielsweise Afrika, Südamerika und Vorderasien. Die Pflanze ist anspruchslos in ihrer Pflege, dementsprechend ist sie sehr beliebt als Zierpflanze und lässt sich daher oft auf dem Balkon oder im Haus finden.

Wo sollte die Pflanze stehen?

Dieses stachelige Gewächs gleicht einer Agave. Die Blätter erreichen eine Länge von 50 cm, sind dick und fleischig. Am Rand besitzen die Blätter dornige auswüchse. Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und bis zu zehn Jahre alt. Bereits nach drei bis vier Jahren bilden sich die Blüten. Die Aloe Vera wächst im Topf auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon, wichtig ist, dass die Pflanze an einem sonnigen Ort steht. Im Haus gedeiht die Pflanze an einem sonnigen Ort ebenfalls sehr prächtig. Man muss darauf achten, dass der Topf nicht all zu klein ist, ansonsten kann die Pflanze ihre Wurzel nicht entfalten und fällt möglicherweise um.

Bio Aloe Vera im Garten

Bio Aloe Vera im Garten

Die Pflege der Aloe Vera Pflanze

Die Aloe Vera Pflanze braucht eine trockene, kalkhaltige und sandige Erde. Am besten man lässt sich vor dem Kauf beraten, so findet man die richtige Erde und man erfährt, welcher Topf der richtige ist.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet liegt in Afrika und auf den Kanaren. Daher besitzen alle Vertreter der Aloenarten ein eigenes Wasserreservoir. Für trockene Perioden speichern die Sukkulente das Wasser in den fleischigen Blättern in Form von Gel. Das Gel wird gerne als Nahrungsergänzungsmittel oder als Arznei verwendet. Diese Pflanze ist besonders für Anfänger sehr interessant, die gerne einmal auf das Gießen vergessen. Durch die Wasservorräte der Pflanze ist sie besonders pflegeleicht und nicht nachtragend. Sie kann auch ohne Probleme für einige Zeit ohne Wasser auskommen. Doch man sollte die Pflanze nicht direkt Gießen. Besser ist es die Erde rund um das Gewächs zu gießen. Die Pflanze sollte dann gegossen werden, sobald die Erde trocken ist, hierbei gilt besser zu wenig als zu viel. Die Aloe Vera sollte man am besten im Warmen überwintern, da sie nicht winterfest ist. Niedrigere Temperaturen bei der Überwinterung, zwischen 10 und 15 °C, können die Blütenbildung fördern. Im Sommer sollte man die Pflanze im zwei Wochen Intervall mit einem Spezialdünger für Sukkulenten oder Universaldünger düngen. Im Winter ist die Düngung nicht erforderlich.

Warum lohnt es sich die Aloe Vera selber zu züchten?

Das Gel der Pflanze liefert der Aloe Vera wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Aminosäuren. Diese Inhaltsstoffe sind vielseitig anwendbar und sorgen beispielsweise für einen gesunden Teint sowie einen erfrischenden Start in den Tag.

Die Zimmerpflanze eignet sich hervorragend für das Schlafzimmer. Die Aloe Vera sorgt für gute Raumluft, da sie in der Nacht Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandelt.

Aloe Vera Blätter ernten

Um der Aloe Vera ihr wohltuendes Gel zu entlocken, sollte man die Blätter von unten nach oben ernten. Diese sind am ältesten und somit auch am dicksten. Somit erreicht man auch, dass die Pflanze nach oben wächst und sich ein Stamm bildet, welchen man tiefer einpflanzen kann.

Man sollte immer ein ganzes Blatt ernten. Bei einer ausgewachsenen Pflanze kann man das Blatt einfach vom Stamm abschälen, dadurch entsteht nur ein minimaler Eingriff. Das funktioniert allerdings erst ab einer bestimmen Größe. Bei einer kleineren Pflanze ist es besser, wenn man das Blatt nah am Ansatz ein wenig einritzt und anschießend abdreht. Nur in den seltensten Fällen kann man so viel vom Blatt auf einmal verwenden. Daher empfiehlt es sich, das Blatt im Kühlschrank zu lagern und immer nur ein Stück abzuschneiden, wenn man es benötigt.

Wie bekommt man das Gel?

Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen, um der Pflanze ihr wertvolles Gel zu entlocken. Am leichtesten funktioniert das, wenn man die stachelige Seite des Blattes abschneidet. Anschließend teilt man es mit den Fingern in zwei Hälften. Mit den Fingern kann man das Gel aus dem Blatt drücken und direkt auf der Haut verteilen.

Wenn man das Blatt großzügig schält, kann man das Gel ebenfalls herauslösen. Doch dabei muss man sehr vorsichtig sein, die Pflanze enthält neben den zahlreichen guten Inhaltsstoffen auch Aloin. Das ist ein Stoff, welches zur Abwehr von Fressfeinden verwendet wird und negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Sollte man das Gel innerlich anwenden, ist es unausweichlich, das Gel vorher abfließen zu lassen. Tipps wie das Gel wirkt.

Die Aloe Vera tiefer setzen

Da man stets die unteren Blätter erntet, entsteht ein kleiner Stamm. Durch das Gewicht der prall gefüllten Blätter droht die Pflanze abzuknicken. Damit das nicht passiert, muss man die Pflanze mit einem Seil oder mit einem Stab stabilisieren. Darüber hinaus muss man von Zeit zu Zeit die Pflanze umtopfen und tiefer legen. Hierfür nimmt man einen größeren Topf, löst die feste Erde etwas und pflanzt die Aloe Vera so tief, dass man den größten Teil des Stammes mit Erde bedeckt. Wenn man diese Prozedur ein paar Mal wiederholt, sollte man merken, dass sich mehr Wurzeln bilden. Wenn der Topf nicht mehr groß genug sein sollte, kann man die Wurzeln kürzen.

Die Aloe Vera vermehren

Die Wüstenpflanze bildet die Ableger oder Kindel von alleine. Die Kindel sehen wie eine kleine, neue Pflanze aus. Für die Vermehrung löst man die neue Pflanze ganz vorsichtig aus der Erde und pflanzt diese in einen neuen Topf.

Es gibt eine weitere Möglichkeit für die Vermehrung der vielseitigen Wüstenlilie. Eine lustige Eigenart der Pflanze ist, dass sie sich aus einem Stück von sich selbst vermehren kann. Sollte man den oberen Teil eines Blattes abschneiden und die Schnittstelle ein paar Tage lang trocknen, kann man das Blatt einpflanzen und ein nach einiger Zeit wächst ein weiterer Ableger der Mutterpflanze.

Fazit:

Die Aloe Vera ist eine vielfältige Wunderpflanze mit unzähligen Wirkungen. Sie lässt sich ohne großen Aufwand pflegen, ernten und vermehren. Mit wenigen Handgriffen steht einem ein kostenloser Nachschub für die Hautpflege zur Verfügung. Diese eigene Hautpflege kann der teuren Kosmetik leicht das Wasser reichen. Außerdem ist diese Hautpflege frei von künstlichen Duftstoffen und Konservierungsmittel.


Ähnliche Beiträge