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Imkereibedarf – Wissenswertes rund um die Imkerei!

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Imkereibedarf vom Fachmann

Angehende Imker benötigen für den Aufbau ihrer Imkerei verschiedene Produkte, um die Bienenvölker zu versorgen und ihnen eine Heimstatt zu geben, in der sie den Honig herstellen können. Hierbei lohnt es sich, Mittelwände, Honigschleudern und Co. direkt beim Fachmann zu kaufen. Dort gibt es nicht nur hochwertige Imkereiprodukte, sondern natürlich auch die fachliche Beratung. Das ist vor allem für Neulinge in der Imkerei sehr wichtig, da die Herstellung von Honig alles andere als einfach ist. Es braucht viel Fachkenntnis, aber auch Fingerspitzengefühl und natürlich Erfahrung. Letztere muss sich jeder Imker selbst aneignen, bei der Fachkenntnis dagegen kann der Fachhändler wertvollen zusätzlichen Input liefern.

Welches Imkerzubehör ist notwendig?

Wer mit der eigenen Honigherstellung starten will, braucht diverses Imkerzubehör. Am wichtigsten sind hierbei die

  • Mittelwände,
  • Rähmchen,
  • Beuten und
  • Honigschleudern.

Allerdings gibt es hier große Unterschiede, so dass man sich bei der Auswahl Zeit lassen und die Vor- und Nachteile einzelner Produkte genau betrachten sollte.

Die richtigen Mittelwände

Die Mittelwände sind entscheidend für den späteren Wabenbau der Bienen. In der Regel gleichen sie vom Aufbau her einer typischen Arbeiterinnen-Brutzelle. Sie dienen dazu, den Wabenbau der Bienen nicht nur zu ordnen, sondern diesen auch zu beschleunigen. Dabei werden grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Mittelwänden unterschieden:

  1. Gewalzte Mittelwände
  2. Gegossene Mittelwände

Der Hauptunterschied besteht im Herstellungsverfahren. Gewalzte Mittelwände sind in der Regel etwas dicker als gegossene Mittelwände und auch sehr elastisch. Allerdings sind die Schnittkanten gestochen scharf. Der Vorteil der gewalzten Mittelwände besteht in einer geringeren Bruchgefahr auch bei kühlen Temperaturen. Bei hohen Temperaturen können sie sich etwas wellen, das ist aber für die Bienen völlig unschädlich.

Bei den gegossenen Mittelwänden wird das Wachs im Herstellungsprozess nicht verdichtet. Dadurch verringert sich die Elastizität dieser Mittelwände. Dafür wellen sich die gegossenen Mittelwände auch bei hohen Temperaturen nicht und werden in der Regel von den Bienen etwas schneller ausgebaut. Bei niedrigen Temperaturen besteht jedoch eine höhere Bruchgefahr. Die Schnittkanten sind nicht so scharfkantig, wie bei den gewalzten Mittelwänden. Durch die dünnere Ausführung erhält man zudem eine höhere Blattzahl Mittelwände pro Kilogramm Wachs.

Egal, welche Mittelwand der Imker schließlich nutzen will, entscheidend ist, dass die Wachsplatten vor dem Einlöten angewärmt werden. Bei kalt eingelöteten Mittelwänden besteht die Gefahr, dass sich diese bei Erwärmung auf über 20 Grad Celsius ausdehnen. Dadurch kann es zu Wölbungen im Rähmchen kommen. Das Anwärmen kann unkompliziert mit einem handelsüblichen Haartrockner erfolgen. Alternativ kann ein Wärmeschrank genutzt werden, sofern dieser vorhanden ist.

Welche Rähmchen sind geeignet?

Neben den Mittelwänden gehören die Rähmchen zum grundlegenden Imkereibedarf. Sie werden auch als Wabenrähmchen bezeichnet und in der Regel aus Holz gefertigt. Häufig sind sie von Haus aus mit einer Mittelwand versehen, diese kann aber auch nachträglich eingelötet werden. Die fertigen Rähmchen werden schließlich in die Beuten eingehängt. Rähmchen können sowohl fix und fertig montiert oder in Teilen bestellt werden. Bekannte Anbieter für Rähmchen sind Hoffmann, Zander und die Rähmchen DN. Wer auf klassische Holzrähmchen verzichten will, kann auch gedrahtete Rähmchen nutzen.

Honigschleudern sind unverzichtbar

Um den Honig schließlich herzustellen, braucht der angehende Imker noch eine Honigschleuder. Hier stehen drei grundlegende Varianten zur Verfügung:

  1. Radialschleuder
  2. Selbstwendeschleuder
  3. Tangentialschleuder

Welche Honigschleuder am besten geeignet ist, hängt unter anderem auch von der Konsistenz des Honigs und der Art der Rähmchen ab. Wer nur geringe Honigmengen erwartet, kann sich zudem für eine Tischschleuder entscheiden, die nach der Nutzung wieder platzsparend verstaut werden kann.

Auch die Radialschleuder eignet sich bei eher geringen Honigmengen. Die Rähmchen werden hier in der Mittelachse sternförmig angeordnet. Auch bei der Radialschleuder lässt sich die Drehrichtung ändern, so dass ein Wenden der Rähmchen entfallen kann.

Die Selbstwendeschleuder eignet sich unter anderem für zähflüssigen Honig. Da die Drehrichtung während des Schleudervorgangs geändert werden kann, entfällt das Wenden der Rähmchen, das sehr zeitaufwändig ist. Der künftige Imker hat die Qual der Wahl: Wer mag, kann die Selbstwendeschleuder nämlich nicht nur mit einem manuellen, sondern auch mit einem motorbetriebenen Antrieb erwerben.

Die Tangentialschleuder schließlich sieht eine Anbringung der Rähmchen um den Außenradius des Wabenkorbes vor. Die Wabenseite, die entleert werden soll, muss zur Kesselwand zeigen. Ein Wechsel der Drehrichtung ist nicht möglich, soll also die zweite Seite der Rähmchen ausgeschleudert werden, müssen diese gewendet werden. Allerdings bietet die Tangentialschleuder auch Rähmchen größeren Ausmaßes ausreichend Platz.

Welche Beuten sind geeignet?

Die Bienenbeute ist quasi die Behausung für die Bienen. Wenn sie erst einmal eingezogen sind, spricht man dann vom Bienenstock. Idealerweise lassen sich Bienenbeuten komplett auseinandernehmen und ebenso schnell wieder zusammensetzen. Vorteilhaft ist es zudem, wenn man die Waben einzeln entnehmen kann. Weitere wichtige Voraussetzungen für die passende Bienenbeute sind:

  • Beuten sollen den Bienen eine möglichst natürliche Lebensweise ermöglichen.
  • Durch die passende Behausung kann sich ein gesundes und starkes Bienenvolk entwickeln.
  • Die Beuten müssen sich der Größe des Volkes flexibel anpassen lassen.

Unterschieden wird dabei in Magazinbeuten, die am häufigsten eingesetzt werden, Langstrothbeuten, Dadantbeuten, Zanderbeuten, Segeberger Beuten, Hinterbehandlungsbeuten und Erlanger Magazinbeuten. In anderen Ländern sind zudem Klotz-, Lager- und Horizontalbeuten bekannt.

Imkereiprodukte in großer Vielfalt

Im Shop eines Fachmanns für Imkereiprodukte können angehende Imker nicht nur das passende Honigglas zur Abfüllung bestellen, sondern entdecken natürlich auch viele Produkte, die aus Honig und/oder Bienenwachs gefertigt werden. Dazu zählen zum Beispiel Bienenwachspellets, Getränke, Kerzen oder Pflegeprodukte.

Bio Honig bestellen

Unter anderem kann die Bestellung von hochwertigem Bio Honig ausgelöst werden. Dieser bringt nicht nur perfekte Süße in viele verschiedene Speisen, sondern eignet sich natürlich auch als leckerer Brotaufstrich für den Start in den Tag.

Pflegeprodukte aus Honig

Darüber hinaus werden mittlerweile zahlreiche Haut- und Haarpflegeprodukte mit Honig gefertigt. In der Kosmetik nimmt Honig einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert ein. Haarpflege mit Honig sorgt dafür, dass sprödes, stumpf gewordenes Haar wieder Feuchtigkeit und neuen Glanz erhält. Wird der Honig mit feuchtigkeitsspendenden Ölen vermischt, kann man auch kraftlosen und trockenen Haaren eine besondere Kur zukommen lassen.

In kosmetischen Pflegeprodukten mit Honig macht man sich die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften des Bienenproduktes zunutze. Insbesondere in Gesichtscremes kann Honig beigemischt werden und soll dort die Haut klären, beruhigen und sogar desinfizieren. Gleichzeitig regt Honig den Stoffwechsel an, so dass er die Entgiftung und Entschlackung der Haut unterstützt. Beim Kampf gegen Falten kann er ebenso helfen, wie er die Regeneration der Hautzellen anregt.