Kokoserde und Humusziegel

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Kokoserde und Humusziegel für den Bio-Garten

Warum Kokoserde? Jeder der schon einmal im Garten gearbeitet hat, hat schon einmal Bio Blumenerde gekauft. In unseren Gärten ist sie vielfältig verwendbar und deshalb braucht diese jeder. Diese Blumenerde besteht unabhängig von ihrem Preis meistens zum Großteil aus klassischem Torf. Dieses wird industriell hergestellt. Neben Torf enthält dieses humusreiche Substrat auch Düngemittel, Kalk, Holzfasern, Recycling-Material und Kompost. Sieht man es ökologisch, kommt dieses Pflanzsubstrat der Umwelt nicht gerade besonders zugute.

Anders als handelsübliche Torferde, ist Kokoserde eine umweltfreundliche Alternative. Wenn Kokoserde nicht gedüngt ist, ist sie eine rein organische Erde für die Aussaat.

Dies erleichtert Blumen und Pflanzen das Wachstum. Kokossubstrat kann in Pflanzkübeln ebenso zum Einsatz kommen, wie auch in Blumenkästen, Blumentöpfen und im Gartenbeet. Kokoserde punktet als immer pflegeleichtes Basis Substrat mit vielen Vorteilen.

Vor allem macht sie das Schleppen von schweren Säcken mit Blumenerde überflüssig.

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Inhaltsstoffe und Herstellung der Humusziegel

Die Bezeichnung „Erde“ ist eigentlich irreführend. Kokoserde wird aus Pflanzenfasern hergestellt. Genauer gesagt, wird das Substrat aus den Fasern der Kokoshülle hergestellt. Es gilt damit als nachwachsender Rohstoff. Die Pflanzenfasern, die zu Kokoserde verarbeitet werden, sind ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Kokosprodukten.

Das heißt, dass Kokospalmen dafür nicht extra angebaut werden müssen. Die Pflanzenfasern werden zerkleinert, zerrieben, sterilisiert und zusammengepresst.

Falls es sich um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt, dann besteht die Erde, welche mit den Kokosfasern vermischt wird, aus organischem Humus. Dieser wird zunächst getrocknet und anschließend in Form von Briketts gepresst.

Ein solches Brikett oder ein Ziegel haben ein Gewicht von rund 600 Gramm. Abgepackt in handlichen Päckchen, landet die Kokoserde anschließend im Gartencenter oder wird im Internet verkauft.

Diese Humusziegel enthalten keinerlei Feuchtigkeit. Gibt man acht bis neun Liter warmes Wasser hinzu, entsteht Kokoserde. Das liegt daran, dass Kokoserde Vielfaches Ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen kann.

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Kokoserde ist außerdem biologisch abbaubar, frei von Schadstoffen und Chemikalien sowie schimmelresistent.

Herstellung des Substrates aus den Humusziegeln

Die Herstellung ist recht einfach.

  • Zuerst gibt man die Ziegel in einen passenden Behälter
  • Dann übergießt man den Ziegel mit warmen Wasser (die Menge des Wassers kommt auf das Gewicht des Ziegels an – generell gilt pro 600 g Ziegel ca. acht bis neun Liter Wasser)
  • Ist dieser Schritt getan, lässt man die Mischung eine Stunde lang quellen
  • Außerdem ist eine Mischung aus Kokossubstrat und normalem, handelsüblichen Pflanzensubstrat, oder auch Gartenerde im Verhältnis 1:1 empfehlenswert
  • Daraus wird ein luftiges und lockeres Gemisch mit guter Wasserspeicherung, welches hervorragende Wachstumsbedingungen bietet
  • Um die Pflanzen mit Mineralien zu versorgen, kann man zusätzlich Sand oder Perliten untermischen (Perlite wirken gleichzeitig als Drainage).

 

Enthält Kokoserde Nährstoffe?

Da Kokoserde keine Nährstoffe enthält, müssen diese als externe Düngergaben zugesetzt werden. Das Praktische dabei ist, dass sich der Düngerbedarf explizit auf die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen ausrichten lässt.

Ein weiterer Vorteil: Kokoserde lässt durch abgestimmte Nährstoff Zugaben als Anzuchterde verwenden.

Für welche Pflanzen eignet sich Kokoserde und warum?

Vor allem für die Samenanzucht eignet sich Kokos Blumenerde hervorragend. Die Erde ist frei von Schadstoffen und Mikroorganismen und deshalb perfekt für die Anzucht geeignet. Sie speichert das Wasserund ist die ideale Basis, um die Samen mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen.

Kokosblumenerde ist nicht nur hervorragend zur Samenanzucht geeignet, sondern auch verschiedene Gemüse- und Zimmerpflanzen lieben das Kokossubstrat.

Entweder sollte das Pflanzsubstrat aus einer Mischung aus handelsüblicher Erde, auch Gartenerde und Kokosfasern, im Verhältnis 1:1 bestehen oder nur aus Kokoserde. Allerdings ist dann hier eine regelmäßige Behandlung mit Bio Universaldünger notwendig.

Gut eignen tut sich das Kokossubstrat für Gemüsepflanzen und Kräuter wie zum Beispiel Tomaten, Paprika, Zucchini, Petersilie, Basilikum und auch Schnittlauch. Auch einige Zimmerpflanzen wie Bonsai mögen eine Mischung aus Kokoserde und Blähton. Das Gleiche gilt auch für Kakteen.

Orchideen stellen besondere Ansprüche an das Substrat. Sie benötigen eine Mischung aus spezieller Orchideenerde und Kokos für ein optimales Wachstum.

Anwendung als Blumenerde

Die spezielle Kokoserde ist nicht nur ideal, wenn es um die Anzucht geht, sondern auch als Blumenerde eine gute Wahl. Die jungen Pflanzen kommen zusammen mit normalem flüssigen Dünger in einen Topf, in dem sich bereits der in Wasser eingeweichte Humusziegel befindet.

Zu einem 600 g Humusziegel werden acht bis neun Liter Wasser hinzugefügt. Einen speziellen Dünger für die Kokoserde braucht es nicht, da die Fasern der Kokosnuss steril sind und keine Mikroorganismen enthalten.

Für große Kübelpflanzen ist ein Mischverhältnis aus 50 Prozent normal (aber hochwertiger Blumenerde) und 50 Prozent Kokoserde optimal. Durch diese Mischung bekommen die Pflanzen ein immer lockeres Pflanzensubstrat, welches Wasser sehr gut speichern kann. Ebenso eignet sich Kokoserde für das Umtopfen junger Pflanzen, wenn sie acht bis zehn Zentimeter groß sind.

Tipp: Sollte sich danach zeigen, dass der Keimling nicht mehr richtig wächst, ist es eine gute Idee, einen Bio-Dünger ins das Gießwasser der Keimlinge zu geben.

Kokoserde kaufen – Worauf sollte man achten?

Es gibt verschiedene Hersteller. Die Produkte unterscheiden sich hauptsächlich in Qualität und der Packungsgröße. Angeboten wird dieses Pflanzsubstrat als:

  • Pellets,
  • Humusziegel und
  • Kokos-Quelltabletten

Beim Kauf sollte man unbedingt auf einige Dinge achten. Es ist unter anderem wichtig, nur rein natürliche Produkte zu kaufen. Das heißt auch, dass das Substrat keine zusätzlichen Inhaltsstoffe enthalten sollte.

Außerdem gibt es ein zertifiziertes Siegel auf welche man ebenfalls achten sollte. Falls man das Produkt im Internet kauft, kann es ebenfalls praktisch sein, auf Kundenmeinungen, Erfahrungen und Testberichte zu achten. Natürlich ist Kokoserde auch in Baumärkten etc. zu kaufen.

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Unser Fazit

Jeder, der Freude an blühenden Pflanzen hat, aber vielleicht etwas weniger Geschick im Umgang mit diesen hat, der kann seinen Garten mit der speziellen Kokoserde aufwerten.

Die Erde, die zu praktischen Humusziegeln oder Briketts gepresst wird, ist eine sehr gute und natürliche Alternative zur herkömmlichen Gartenerde. Die exotische Erde lässt sich problemlos für die Anzucht und die Aussaat im Garten oder auf dem Balkon verwenden.

Des Weiteren schont die Erde aus Kokosfasern die Umwelt, da sie keinen Torf enthält. Gemischt mit klassischer Blumenerde ist sie perfekt für praktisch alle Pflanzen in Kästen, Töpfen oder Kübeln.

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By Anna

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