gartenmöbel material

Welches Material für die Gartenmöbel?

Gartenmöbel – Welches Material?

Was sollte man beim Kauf von Gartenmöbeln beachten? Was spricht für und was gegen die einzelnen Materialien? Diesen Fragen möchten wir in diesem Beitrag auf den Grund gehen – natürlich nicht, ohne auch auf die Umweltverträglichkeit des jeweiligen Materials einzugehen, denn auch im Garten sollte das Thema Nachhaltigkeit nicht außer Acht gelassen werden.

Was erscheint uns besonders wichtig beim Kauf von Gartenmöbeln?

Wir alle haben bestimmte Anforderungen an Gartenmöbel und natürlich gehen die Geschmäcker dabei auseinander. Für lange Freude an den neuen Gartenmöbeln spielt zunächst natürlich die Optik eine wichtige Rolle, doch es gibt noch mehr, was man beachten sollte. So geht es bei Outdoor Möbeln, wie bei Indoor Möbeln auch, vor allem um folgende Eigenschaften:

  • Komfort
  • Haltbarkeit
  • Stil und Optik
  • Robustheit
  • Umwelt
  • Reinigung und Pflegeaufwand
  • Preis

Egal, ob Stuhl, Sofa, Liege oder Tisch – die oben genannten Kriterien werden die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen. Bei Outdoor Möbeln gilt jedoch (vielleicht noch mehr als bei Indoor Möbeln), dass das Material besonders sorgsam gewählt werden will, denn die Outdoor Möbel sind zumeist der Witterung ausgesetzt, weshalb das Material der Möbel mit einer gewissen Widerstandsfähigkeit und Robustheit ausgestattet sein sollte. Das Wetter wechselt mit jeder Jahreszeit und wer nicht ständig dazu gezwungen sein möchte, die Möbel zu wechseln, wählt diese besser weise. Nicht vergessen werden sollte, dass nicht nur der Kaufpreis zählt, sondern auch die Kosten für den Erhalt der Möbel – nennen wir es Wartung – eine Rolle spielen. Wasser und Sonne, welche für das Verblassen von Gartenmöbel Materialien sorgen können, sind die Umweltfaktoren, die besonderen Einfluss auf das Material haben. Dabei muss das Wasser nicht unbedingt in direktem Kontakt mit den Gartenmöbeln stehen, denn auch Luftfeuchtigkeit setzt den Möbeln auf der Terrasse und im Garten zu.

Wo Wasser ist, sind Rost, Schimmel und Fäulnis nicht weit. Da niemand mit solchen Problemen kämpfen möchte, gilt es umso mehr, das richtige Material zu wählen. Doch sind dies nicht die einzigen Probleme, die bei Gartenmöbeln auftreten können. Was so mancher gar nicht auf dem Radar hat, ist die potenzielle Gefahr der Verformung des Materials durch das Eindringen von Wasser. So kann ungleichmäßige Trocknung dafür sorgen, dass sich Stühle und Tische verbiegen und verschieben, was den Komfort erheblich sänken dürfte. Dies führt nicht nur zu optischen Einbußen, sondern kann auch den Auf- und Abbau der Möbel erschweren. Auch Textilien sind hiervon betroffen, spätestens dann, wenn sich die Nähte verziehen.

Die Reinigung der Gartenmöbel – ein vergessenes Kriterium vor dem Kauf

Wohl kaum ein Material kommt ohne Pflege im Außenbereich aus. Je mehr wir die Möbel pflegen, desto länger werden wir Freude daran haben können. Hierbei macht es einen erheblichen Unterschied, ob man die Gartenmöbel mit Seife und Wasser nur kurz abschrubben muss oder ob man auf ein Material setzt, dass erheblichen Pflegeaufwand verursacht. Im Zweifel kann dies sogar dazu führen, dass man nicht oft genug an die Pflege denkt und damit die Haltbarkeit der Möbel verkürzt.

Nachhaltigkeit macht auch vor Gartenmöbeln keinen Halt

Die Wahl des Materials bei den Gartenmöbeln wird heute mehr denn je auch so getroffen, dass man die Umwelt maximal schont. Dies beginnt bei der Art, wie das Material gewonnen wurde, geht über die Produktion der Gartenmöbel und endet bei der Entsorgung der Gartenmöbel. Ein jeder von uns ist heute gefordert, das eigene Konsumverhalten – unserem Planeten zuliebe – zu hinterfragen. So finden wir es besonders wichtig, dass die Möbel fair hergestellt werden und die Outdoor Möbel entsprechend biologisch abbaubar sind. Plastikmöbel sind hier gewiss nicht die ökologisch vernünftigste Wahl!

Vorteile und Nachteile der einzelnen Materialien

Werfen wir nun einen Blick auf die einzelnen, in Frage kommenden Materialien und schauen uns die Vor- und Nachteile an.

Gartenmöbel aus Teakholz

 

teakholz vorteileHolzmöbel sind natürlich noch immer überaus beliebt, doch muss man zwischen den einzelnen Hölzern unterscheiden, weil Holz nicht gleich Holz ist. Während Laubhölzer recht widerstandsfähig sind, sind Nadelhölzer schon anfälliger gegenüber Witterung und Co. Ein Holz, das nur zu gerne im Außenbereich gewählt wird, dürfte Teakholz sein. Teak punktet dabei mit einem hohen Maß an Langlebigkeit, leichter Pflege, Witterungsresistenz sowie geringer Verformbarkeit. Günstig ist Teakholz jedoch keineswegs.

Da es sich bei Teakholz um ein Tropenholz handelt, gibt es natürlich klare Abzüge bei der ökologischen Note. Zwar gibt es einige Siegel bei Tropenhölzern, doch monieren Umweltaktivisten häufig fehlende oder mangelhafte Kontrollen. Ein verantwortungsvoller Käufer befasst sich bei Tropenhölzern stets genau mit der Herkunft des Holzes; nicht zuletzt deshalb, weil es auch erhebliche qualitative Unterschiede bei Hölzern aus Südamerika oder Asien gibt.

Gartenmöbel aus Metall

gartenstühle metallMetall ist ebenfalls beliebt für Outdoor Möbel. Vor allem in puncto Robustheit bringt es so manchen Pluspunkt mit. Metall hält sehr lange und ist auch in Sachen Optik ein perfekt zu kombinierendes Material. Außerdem ist es überaus pflegeleicht und leicht zu reinigen. Wer auf ein unverwüstliches Material setzen möchte, ist mit Metall gut beraten. Zwar ist Metall im Vergleich zu Plastik die bessere Wahl, wenn es um die Umwelt geht, doch ist Metall in der Herstellung gewiss nicht als umweltschonendes Material bekannt. In diesem Sinne gibt es auch für Metall Abzüge in der Umweltnote.

Gartenmöbel aus Kunststoff

Kunststoffmöbel sind nun wirklich nicht umweltschonend, denn redet man von Kunststoffmöbeln, so redet man in jedem Fall auch über die Herstellung der Möbel, denn diese bedingt fossiles Erdöl; ein sehr schwer wiegender Aspekt aus Klimasicht, auch wenn es Unterschiede bei den unterschiedlichen Kunststoffen gibt. Ein weiteres Manko von Kunststoffmöbeln ist deren fehlende Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonne und Hitze. Positiv zu erwähnen sind die enorme Flexibilität und Mobilität, die Kunststoffmöbel bieten. Ferner sind sie überaus einfach zu reinigen und zu pflegen. Preislich stellen sie ebenfalls manch anderes Material in den Schatten.

Gartenmöbel aus Polyrattan

Polyrattan ist bei Freunden von Terrasse, Balkon und Garten wahnsinnig beliebt. So ist Polyrattan überaus schön anzusehen und dabei sehr pflegeleicht und robust. Sparfüchse werden zwar eher nicht auf Rattan setzen wollen, aber wer über ein größeres Budget verfügt, denkt gewiss auch über Rattan als Material für die Gartenmöbel nach. Polyrattan ist recycelbar, bleibt aber ein Industrieprodukt, da bei der Herstellung genauso auf Mineralöl gesetzt wird, wie es auch bei Kunststoffmöbeln der Fall ist. In diesem Sinne ist aus Klimasicht auch Polyrattan nicht von der Kritik ausgenommen.

Gartenmöbel aus Aluminium

Aluminium ist der Allrounder, wenn man von Materialien für die Outdoor Möbel spricht. So ist Aluminium robust, pflegeleicht und hat kein Problem mit UV-Strahlung. Das langlebige Aluminium eignet sich bestens für die Möbel, bringt allerdings ebenfalls Minuspunkte in Sachen Umweltverträglichkeit mit. Mit hohem Energieaufwand wird Aluminium gewonnen, wobei man positiv argumentieren könnte, dass Aluminium recycelbar ist und damit durchaus als nachhaltig bezeichnet werden kann.

Fazit

Egal, für welches Material man sich entscheidet – Gartenmöbel sind zumeist keine günstige Anschaffung, was nur einen Grund darstellt, weshalb man sich die Kaufentscheidung nicht zu einfach machen sollte. So lassen sich teure Fehlkäufe vermeiden, wobei Geld nicht das einzige Kriterium sein sollte, denn auch der Aspekt der Nachhaltigkeit ist glücklicherweise wichtig geworden. Holzmöbel sind gewiss die natürlichste Form, allerdings auch nur dann, wenn man genau prüft, woher das Holz kommt und wie es verarbeitet wird. Hier helfen entsprechende Siegel und es bleibt zu hoffen, dass die Kontrollen hier noch schärfer werden.

 

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